Donnerstag, 17. August 2017

Zweite Chance Frau Aiko

Jetzt muss ich sie euch endlich zeigen.
Meine Frau Aiko!
Vor Ewigkeiten hab ich sie ja schon mal genäht. Aus einem wunderschönen monaluna Stoff, der für den Schnitt leider so gar nicht gepasst hat (Frau lernt dazu!).
Diesen Stoff - die, die meinen Blog kennen, kennen vermutlich auch den Blümchenstoff - hab ich schon zum zweiten Mal gekauft.
Denn beim ersten Mal hab ich das damals genähte Shirt zerrissen und letztlich für meine Tochter ein Kleid genäht.

Sturerweise - und weil ich das gar nicht einsehe, dass ich aus dem Stoff kein Sommershirt habe - hab ich ihn nochmal gekauft und eine Aiko genäht.
Gute Entscheidung!



Ich hab die Größe S genäht. Frau Aiko ist ja sehr weit geschnitten und habe im Bruch 2,5 cm weggenommen, wodurch die Bluse schmäler wird.
Mehr darf man aber echt nicht wegnehmen, sonst wirds am Hals zu eng.


Die Taschen hab ich ebenfalls mitgenäht - der Schnitt ist ja so konzipiert, dass man mit einem Meter Stoff genau auskommt und unter Verwendung der Taschen auch keinen Rest übrig hat.



Also ich mag meine Frau Aiko und sie ist eines der am häufigsten getragenen selbstgenähten Sommerkleidungsstücke! :-)

Dennoch würde ich bei der nächste Aiko aus leichter Baumwolle im Bruch lediglich 2 cm wegnehmen und sie dafür um ein paar cm verlängern...

Und damit flitze ich zu RUMS!

Enjoy your day!

Alina

Dienstag, 15. August 2017

All eyes on ...


Jetzt ist es wieder passiert!
Mir ist schon wieder so ein hamburger liebe Stoff unter die Nadel gekommen,
der mir - als fertiges Kleidungsstück - sehr gut gefällt!
Denn eigentlich... ja eigentlich gefallen sie mir gar nicht so gut, diese bunten und schrillen, schreienden und etwas kitschigen Stoffe.
Meist sind es die Kinder, die sich z.B. die Affen aussuchen.

In diesem Fall wars ich.
Ich hab ihn in echt gesehen und er hat sich gut angegriffen.
Dass daraus ein Outfit für die kleine Bachnixe UND ein Shirt für mich würde... wer hätts geahnt?! ;-)



Genäht hab ich nochmal die Vokuhila - Variante des Trotzkopfkleides von schnabelina,
dazu eine kleine Beinchenluise und eine Ballonmütze Lena.
Für den Herbst/Winter kriegt die Maus einfach ein langärmeliges einfärbiges Shirt zum Drunterziehen.
So hat sie noch länger was vom Kleid! :-)




Dass ich um diese Tageszeit so entspannt bloggen kann,
ist einem herrlichen Umstand, einer unerwarteten Neuerung in unserer Familie, zu verdanken.
Denn: unsere Kinder sind spielen so richtig viel und selbstständig miteinander!
Freilich, sie haben sich stets miteinander beschäftigt,
doch im Laufe dieser ersten richtigen Ferien hat sich etwas verändert.
Ein, zwei Stunden gemeinsames Spiel ist keine Seltenheit mehr, sondern Normalität geworden!
Wenn sie sich streiten - das tun sie :-) - kommen sie schon daher und eine Streitschlichtung, Trost oder ein ernstes Wort wird gefordert, die Kleine schaut auch regelmäßig nach in welchem Zimmer ich grade werkle, doch immer öfter ist sie damit zufrieden und geht wieder ihrem Spiel nach.
Vermutlich ist das alles in allem eh eine völlig normale Situation,
und für mich fühlt es sich grade genial und entlastend an.
Zudem ist es sehr schön ihnen zuzuschauen, was sie spielen, wie sie argumentieren, welche Ideen sie so haben. Die Dynamik halt, die unter ihnen entstanden ist.

Meine kleine Bachnixe schicke ich heute zu dienstagsdinge, kiddikram, hot.

Alina

Freitag, 11. August 2017

Luft und Liebe - Griff ins Klo

Luft und Liebe, hach, das klingt doch herrlich, oder?
Vermutlich hat mich auch der Name des Schnittmusters dazu verleitet den Schnitt zu nähen.
Nicht nur, ich wollte tatsächlich ein Shirt, welches - ganz schlicht - nur mit einem Band geschlossen wird.
Ein Hängerchen halt.


Also hab ich mir einen wunderschönen Designerstoff geschnappt - gelegentlich gibts bei sew nice Designerstoffe zu kaufen. 
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann weiß Rosmarie selbst nie so recht, ob und was da daherkommt. 
Dieser rot-rosarote Jersey hat mir jedenfalls gleich sehr gut gefallen.
So ein Luft und Liebe - Top ist schnell genäht,
also hab ich mir aus einem edlen leichten Baumwollstoff gleich noch ein Kleidchen genäht.



Beim Bauch und an den Schultern hab ich mir aus cremeweißer Spitze ein Band geflochten.


So, und jetzt zum Fazit für das Schnittmuster:
leider leider, aber das Schnittmuster Luft und Liebe geht gar nicht!
Beide Stoffe erwiesen sich als gänzlich ungeeignet, um schön zu fallen.
Im Schnittmuster - es ist ein freebook - ist zwar davon die Rede, dass es auch aus leichten BW Stoffen genäht werden kann... kann es auch... schaut halt scheiße aus.

Leider bauscht sich der Vorderteil ständig, und zwar so, wie er überhaupt nicht sollte, und am Hintern steht der Stoff ab.
Das Luft und Liebe Kleid ist ein ständiges Gezupfte und deshalb hab ich es längst aufgetrennt und den Stoff - das SM besteht aus zwei gleichen Vierecken, weshalb es nicht verwundern dürfte, dass es sich so gar nicht an den weiblichen Körper anschmiegt - beiseite gelegt für ein neues Projekt.

Das Shirt hab ich mir - noch - behalten, jedoch noch nie getragen.
Denn auch das taugt mir nicht.

Möglicherweise wäre das Shirt oder auch das Kleid aus einem gaaaanz gaaaanz fließenden Stoff schön - auch wenn wir wissen, dass die Beispielbilder der Designnäherinnen so gemacht werden, dass sie das Kleidungsstück ins rechte Licht rücken, ein paar ganz nette Exemplare sind ja doch dabei.
Ich weiß auch nicht, hat wer von euch das SM schon ausprobiert?

Ich leg es jedenfalls ad acta, werde keinen Stoff mehr zerschneiden und halte die Augen offen nach einem Hängekleid - Schnittmuster fürs nächste Jahr!

Alina

Dienstag, 8. August 2017

Sterntaler

Heute zeige ich euch ein sommerliches Outfit für die kleine Bachnixe,
welches nicht nur beim Beeren pflücken gerne getragen wird:





Genäht habe ich die Pumphose von lybstes,
dazu einen Sommerhut von konfetti patterns und als Shirt eine little Mariella.
Das Shirt hab ich an den Schultern mit farblich passenden Knöpfen versehen.
Zudem bekam es vorne einen Glitzerplott drauf.
Dazu hab ich mir - wie so oft - einfach eine Silhouette im Internet gesucht und diese dann geplottet.
In diesem Fall hab ich mich für Sterntaler entschieden.



Ich kann alle drei Schnitte empfehlen,
sie passen hervorragend und grad das Shirt Mariella mag ich gern, weil es nicht so weit geschnitten ist.

Mein Sterntalermädchen schicke ich heute zu Dienstagsdinge, hot, sternenliebe und lunaju.

Bei uns ists - lt Quaxi - für eine Weile der letzte schöne Tag, weswegen wir ihn am See verbringen werden.
Mal schaun, bei der Gelegenheit könnt ich gleich den ein oder anderen neuen Streich aus meiner Nähmaschine für euch abfotografieren....

Ich wünsch euch einen herrlichen Sommertag,
Alina 

Donnerstag, 3. August 2017

Wirrwarr an den Beinen

Na da war ich ja mal wieder herrlich ungenau!
Nicht dass das bei einer "Regelhose" so schlimm wäre,
aber dennoch ists direkt schad um den lässigen Stoff.
Ich hab nämlich einen unregelmäßig gestreiften mehrfärbigen Stoff gefunden, den es zudem noch in Überbreite (180 cm) gibt.
Da lässt sich schon einiges draus nähen, wenn der Stoff derart breit ist.


Für mich gabs draus eine chill@home und jaaaaaaa,
NATÜRLICH hätte ich besser auf den Musterverlauf achten sollen!!!

Nicht nur, dass die Außenbeinnähte sowas von überhaupt nicht zusammenpassen,
NEIN, ich hab auch noch das Zwischenstück am Vorder und auch am Hinterteil IRGENDWO rausgeschnitten.
Tja, und so schaut die Hose auch aus.
Irgendwie halt.
Mein Mann findet sie furchtbar (und das kommt bei selbst genähten Kleidungsstücken quasi nie vor - so Schaltjahrhäufigkeit halt) und ich zieh sie viel seltener an, als meine erste chill@home,
weil mich tatsächlich das Wirrwarr an meinen Beinen stört.
Hm.



Fazit: Überbreite Stoffe sind lässig und ergiebig,
diese Hose (ich habe bisher zehn (!) Modelle in unterschiedlichen Größen genäht) aus einem gestreiften Stoff zu nähen ist was für zwanghafte Perfektionisten, ansonsten bringts das nicht wirklich.

Trotz des unzufriedenstellenden Gesamtergebnisses verlinke ich meine Hose beim
Jahres Sew Along von Fräulein An und bei RUMS.

Der Stoff ist übrigens von homemade by steffi.

Alina

Donnerstag, 27. Juli 2017

Wenn alles passt und die Worte fehlen

Heute hab ich irgendwie einen Denk - Schreib - Schranke, die sich nicht überwinden lässt.
Die Worte wollen einfach nicht und von daher bekommt ihr nur die Bilder und natürlich die "hard facts" zum genähten Werk! :-)



Der Schnitt ist absolut anfängertauglich und schnell genäht.
Innen hat er eine Passe, ich glaub ein Saumbandstreifen aus dem gleichen Stoff wie das Shirt ließe das Oberteil mindestens so schön fallen.
Durch die Kellerfalte vorne kaschiert es Bauch und Busen.

Der Grund warum das Shirt seeeehr häufig und irre gerne getragen wird
ist der Stoff.
Denn der ist bio und fällt wunderschön.
Er fällt so, wie es sonst nur Viskosejerseys machen.
Zudem ist er eher dünn, also ideal für den Sommer.
Und last but not least greift er sich sehr gut an.
Und ja, natürlich, das Muster hat mir auch gefallen. ;-)
Rundherum ein perfekter Stoff, von dem ich definitiv noch mehr hätte nehmen sollen. :-(



Schnitt: sunny me von finas Ideen
Stoff: Biobaumwolljersey von sew nice (war ratzfatz ausverkauft)
Linked: RUMS, keko kreativ, selbermachenmachtglücklich und zum Jahres Sew Along von Fräulein An passt mein ärmelloses Oberteil auch noch hervorragend! :-)

Alina

Sonntag, 23. Juli 2017

Der Schnitt des Sommers!

Viele meiner Schnitte habe ich grade ein Mal genäht,
manche öfters, weil sie mir recht taugen.
Diesen Sommer bin ich über einen Schnitt gestolpert, den ich seither rauf und runternähe.
Ganze 10(!) Modelle habe ich davon bereits genäht.
Die Rede ist von der kurzen Pumphose von lybstes.
Ich liebe diesen Schnitt!
Er ist flott genäht, schaut aus allen Stoffen lässig aus und - nicht unpraktisch - kommt als Freebook daher.



Der Schnitt reicht von Gr. 56-116. 
Ich hab ihn aber auch schon in 122/128 genäht. 
Dazu hab ich ihn einfach selbst vergrößert.
Die Hose kann natürlich mit aufgesetzten Taschen oder aber auch einer Fakeknopfleiste gepimpt werden.

Heute zeig ich euch ein Modell für den Superduck, aus einem hamburger liebe Stoff
 (Sommersweat cool baboon), 
den er sich selbst ausgesucht hat.
Aus dem gleichen Stoff gabs für den großen Bruder und für Superducks best friend auch ein Modell.

Dazu passend ein Shirt mit riesiger Brusttasche.


Meine Jungs haben die Hosen quasi dauernd an.
Sofern es der umtriebige Sommer zulässig,
zeig ich euch natürlich auch noch die anderen Modelle! :-)

Linked: kiddikram
Schnitt: kurze Pumphose von lybstes

Alina

Samstag, 15. Juli 2017

Trotzkopfkleid aus lang ersehntem Lieblingsstoff

Als Schnabelina zum offenen Probenähen ihres Trotzkopfkleidchens aufrief,
hab ich natürlich mitgenäht.
Schließlich sind ihre Schnitte von einer erstaunlichen Passgenauigkeit und die Vokuhilavariante hat mich interessiert.

Als Stoff hab ich einen absoluten Schatz angeschnitten. 
Elephantgirl (ein Biostoff aus dem Hause lillestoffe), lang ersehnt, endlich gekauft und - worauf soll ich denn warten, wenn die kleine Bachnixe zehn Jahre alt ist, wird er ihr wohl eh nicht mehr gefallen - angeschnitten!





Da ich von dem Stoff gleich gute zwei Meter gekauft habe, bekommt meine Tochter nun wohl auch in den nächsten Größen ein Kleidungsstück daraus. ;-)

Das Trotzkopfkleid ist schnell genäht, das Bündchen beim Halsausschnitt hab ich ein wenig schmaler zugeschnitten, damit es nicht ganz so dominant wirkt.
Die Passform stimmt natürlich wunderbar.
Durch die ärmellose Variante - ich hab in Gr. 98 genäht - kann sie es jetzt im Sommer anziehen und in der kälteren Jahreszeit dann mit einem langärmeligen Shirt und einer Leggings drunter. 

Ein zweites Modell ist bereits zugeschnitten, da dieses Kleid gerne und viel getragen wird.

Ihr Lieben, bei uns regnet es.
So richtiges "Wachswetter" halt und ich werd mich mit den Kids heute in den Tierpark wagen - in der Hoffnung dass der Regen die meisten Familien davon abhält auch hin zu fahren! ;-)
Genießt euer Wochenende, 
Alina

Schnitt: Trotzkopfkleid von schnabelina (Vokuhilaversion)

Mittwoch, 12. Juli 2017

Freiheit und Sicherheit

Bei meiner Studienabschlussfeier gab mir meine liebste Tante mit auf den Weg, sie wünsche mir, dass ich stets die ausgewogene Mischung aus Sicherheit und Freiheit in meinem Leben finden möge.

Jetzt, zehn Jahre später, bin ich in einem sehr sicheren Leben angekommen.
Verheiratet, drei Kinder, eine geregelte Arbeit, ein stabiler Freundeskreis,
der Jahreszeitenzyklus des Gartens, Hühner die ortsbindend und Kinder, die zeitbindend sind.
Ich überleg mir vielleicht mal ein neues Hobby auszuprobieren oder spekuliere damit Cello zu lernen, doch im Großen und Ganzen gibt es in meinem Leben keine nennenswerten Neuerungen, Überraschungen. 
Unvorhergesehenes ist nicht eingeplant.
Nicht, dass ich das alles nicht wollte, doch mein Leben hat sich so eingespielt, dass diese Dinge nicht vor kommen.

Vor Jahren war mal eine Reise geplant.
Zwei Monate Südamerika sollten es werden, doch daraus wurde nichts, wir sind jetzt zu fünft.
Und nebst dem Wehmut nicht fahren zu können, gab es ganz vieles in mir, das da gar nicht böse war.
Dabei war ich stets ein Mensch, der gerne herumgefahren ist.
Reisen macht Spaß, auch wenns manchmal scheiße anstrengend ist und es einem sehr viel abverlangen kann.

Die ganze Entwicklung der letzten Jahre ist schleichend passiert und ich habe mich immer mehr in die Rolle als Mama eingefunden. Ich fühle mich wohl darin und hab mein Leben, wie ich es führe sehr sehr gern.

Doch vor bald zwei Wochen stellte mir jemand, den ich gar nicht kenne auf einem Hügel über einem Festival die Frage, ob ich glücklich sei.
Eigentlich eine leicht zu beantwortende Frage.
Klar, bin ich glücklich. 
Ich darf mir alle zehn Finger abschlecken, wie es das Leben mit mir meint und was mir alles geschenkt wird.
Doch ich, ich schwieg.
Und das ziemlich lange.

Und da erkannte ich, was mir fehlt.
Da erkannte ich die Kehrseite dieses schönen Lebens.
Den Teil, der zu kurz kommt.
Es ist die Freiheit!
Ich habe am Open Air in St. Gallen einen riesengroßen Schluck Freiheit getrunken.
Dabei wusste ich davor gar nicht, wie durstig ich eigentlich bin.

Es war ein wunderschönes Wochenende, ganz ohne Plan!
Ja, ihr habt richtig gelesen, ich habe keinen einzigen Plan gemacht. 
Gar keinen.
Für mich ist das eine Leistung, ich liebe Pläne und Listen.
Ich, wir haben in den Tag hineingelebt und die Zeit richtig gut genossen.

Als ich wieder Zuhause angekommen bin, 
hab ich mich gefreut auf meine Familie.
Ich hab sofort wieder alles so geschupft wie eh und je.
Bin innerhalb kürzester Zeit wieder in meine Rolle gehüpft.
Das Gefühl der Freiheit ist lediglich noch fragmentarisch in meiner Erinnerung vorhanden,
doch dieser Eindruck reicht aus, um zu wissen, dass ich das immer wieder brauche, um mich als "ganzer Mensch" zu fühlen.

Es gibt da schließlich noch einen Teil, der nennt sich Alina. Ohne Frau, ohne Mama, einfach nur Alina. Und der braucht gelegentlich auch mal was.
In diesem Fall ein Wochenende voller Musik und stundenlangem Tanzen.

Ich weiß nicht, wie es euch da draussen geht, ich gehe davon aus, dass viele von euch ebenfalls Kinder haben und eines dieser geregelten Leben führen, die einem zum einen voll taugen, man fühlt sich wohl, schupft den Laden und schließlich ist es auch das, worauf man hingearbeitet hat,
das einem zum andern aber, als man jünger war, ziemlich spießig und altbacken vor kam und man sich schwer vorstellen konnte diese Art von Leben über einen längeren Zeitpunkt auszuhalten.

Ich mags, wie es ist.
Ich mag die Aufgaben, die ich habe, das Begleiten meiner Kinder, das ein Heim schaffen.
Ich mag meine Arbeit, meinen Freundeskreis und meine Hobbys.
Ich werd dieses Leben auch noch jahrelang so mögen.
Und ich mag und ich brauche auch eine gewisse Dosis Freiheit.

Möglicherweise kommt dieses Bedürfnis erst jetzt daher, weil die Kinder aus dem "Gröbsten" (da mein ich grad mal das Allergröbste - sie sind rein, essen selbstständig, ziehen sich selber an etc.) raus sind und ich grade körperlich nicht mehr so stark an eines der Kinder gebunden bin.

Es kommt quasi jetzt daher, weil es jetzt auch Platz hat.

Für nächstes Jahr ist fix ein weiteres Festival geplant und wenns bis dahin wieder mal pressiert mit dem Freiheitstrieb, dann findet sich bestimmt eine Möglichkeit für eine Auszeit.


Jetzt grad brauch ichs nicht, bin überhaupt nicht durstig,
im Gegenteil, die Ferien stehen vor der Tür, ich arbeite nur noch diese Woche
und dann... ja dann werde ich mal eine Liste schreiben mit allem, was wir in den Ferien tun wollen und können! :-)
Ich freu mich drauf!

Alina


Dienstag, 27. Juni 2017

Little Miss Flowerpower


Der Blumenstoff hat mir gefallen, sobald ich ihn gesehen habe. Er ist federleicht und eignet sich bestimmt hervorragend, um für mich eine Bluse draus zu nähen.
Also hab ich ihn mir gegönnt und eine Bluse genäht.
Die Ärmel und der Hals waren noch nicht vollendet, da wollte ich - hoffnungsvoll - testen, ob mir das gute Teil eh passt (die gleiche Bluse aus sehr dehnbarem Jersey hat perfekt gepasst).
Naja, war ein bisserl eng, so s Reinschlüpfen und dann... 
... dann machte es eh schon *ratsch* und die Bluse war, ob ihres feinen Stoffes und der Tatsache, dass eine Nummer größer besser gepasst hätte, an zwei Stellen schön weit eingerissen.
So ein Schaß!

Und wie das so ist, wenns nicht für ein Teil für mich "reicht", 
kriegt die kleine Bachnixe was draus.
So auch diesmal.
Aus der zerrissenen Bluse ließ sich ganz hervorragend eine Miss Ella nähen.



Kombiniert mit butterweichem blauen Grobcord
hab ich mich für einen schlichten einzelnen Knopf am Rücken entschieden.
Als Eyecatcher gabs vorne drauf eine etwas große und bauschige Stoffresteblume.








Und ja, von dem Stoff gabs in meinem Lieblingsgschäftl noch was
und so hab ich mit der Bluse einen neuen, einen zweiten Versuch gestartet.
Doch das zeig ich euch ein anderes Mal. :-)


Schnitt: Miss Ella von annascountry

Ihr Lieben, genießts eure Woche,
ich begebe mich zum Wochenende hin in einen Ausnahmezustand,
das Open Air von St. Gallen ruft und ich folge! ;-)
Ja, ich werd den Altersschnitt gehörig heben und wie man ohne Matratze überleben soll, ist mir ein Rätsel.
Fix ist auch, dass ich dort mit meiner elektrischen Zahnbürste auftrixe - so ein bissl Luxus im Festivalalltag darf schon drin sein, wie ich finde.
Ansonsten hab ich mir fest vorgenommen mal ein paar Tage keine Pläne zu machen und mich treiben zu lassen.
Irgendwo tief in mir drin, müsste das Potential dazu ja noch stecken, hab ja immerhin auch sieben Jahre studiert! :-)

Alina

Mittwoch, 21. Juni 2017

Das einzig Beständige im Leben ist die Veränderung

... oder ....
"War wohl nix mit nie wieder"...
... oder ....
"Zwischen schwarz und weiß gibts viele Grauzonen" ...
... oder ...
"Es braucht Mut um eine Meinung zu ändern" ...
... oder, oder, oder ...
ganz einfach: "Bin wieder da, war nie wirklich weg" ;-)


Und mit mir die neuesten Bilder.
Nämlich von einer Miss Ella. Oben rum aus Baumwollstoff, unten aus Jersey.
Ein feines Kleidchen, sag ich euch, mir gefällt das Oberteil aus Baumwollstoff, welches wie angegossen sitzt.
Durch den weiten Schlitz im Rücken kommt die kleine Bachnixe ohne Probleme rein und wieder raus.
Das Oberteil ist gedoppelt, so spart man sich Bündchen und hat einen - wie ich finde - sehr schönen Abschluss an Armen und am Hals.



Ich habe bereits zwei davon genäht - das andere will noch fotografiert werden.
(Aber ich sags euch, in meiner blogfreien Zeit hab ich kein einziges Foto geschossen.
Das geht ja gar nicht!!!)
Dieses Modell hab ich hinten mit Jerseydruckknöpfen verschlossen, die ohne Verstärkung bei doppelten Baumwolllage wunderbar halten und nicht so klobig ausschaun wie die KamSnaps.


Genießt die sommerlichen Tage, 
Alina

Schnitt: Miss Ella von annas country

Sonntag, 7. Mai 2017

Es gut sein lassen...

Vor gut zwei Jahren gingen die "bachnixen" online.
Mit der Hilfe einer lieben Freundin wurde diese monatelange Phantasie doch auch einen eigenen Blog zu betreiben endlich Realität.

In den letzten beiden Jahren hab ich sehr regelmäßig meine genähten Werke und gelegentlich eine Buchempfehlung gepostet.
Dabei ist die meiste Arbeit gar nicht unbedingt das Bloggen selbst - das ist eine Frage des richtigen Timings, wie die meisten Bloggerinnen wissen. Es ist vielmehr das Fotografieren, welches viel Zeit in Anspruch nimmt.
Das Wetter will passen und wenn nicht, bzw. wenns Winter ist und einfach zu kalt draußen, dann will ein Indoorort gefunden werden, an dem man das Genähte geeignet ablichten kann.
Ich lebe mit meiner Familie in einer Mansardenwohnung und von daher waren Indoorbilder Zuhause stets schwer bis einfach echt nicht gut möglich.

Bloggen wollte ich,
weil ich den Eindruck hatte das zu können.
Ich könnte doch mein Genähtes her zeigen, oder?
Ich mein, ich habs ja nicht gelernt, sondern mir die Näherei überwiegend selbst beigebracht,
reicht das für einen Blog?
Ja, es reichte und es tat mir gut mit drei kleinen Kindern - die mich phasenweise schon überforderten - einen Ausgleich, manchmal auch eine Fluchtmöglichkeit zu haben.
Ich liebe es zu nähen und freue mich über jedes Teil, welches ich nicht kaufen muss.
Ihr wisst ja, es ist mir ein Gräuel die grausliche Textilindustrie zu unterstützen.

Also die Näherei wird mir bleiben, 
es liegen gut 10 zugeschnittenen und halb fertige Kleidungsstücke auf meinem Nähtisch herum, 
die darauf warten fertiggestellt zu werden.
Doch meinen Blog, den hör ich heute auf.
Ich lösche ihn nicht - habe gesehen, dass es diese Möglichkeit gibt - schließlich darf er auch zukünftig als Inspirationsquelle für andere Näherinnen dienen,
doch ich werde keine neuen Einträge mehr verfassen.

Ich brauche keine Fluchtmöglichkeit vor meinen Kindern mehr.
Auch hab ich mit dem Blog - und all dem Probenähen - genug Bestätigung für mich gesammelt.
Meine Zeit verbringe ich lieber mit meinen Kindern, alleine mit einem Buch, nähend, draußen, noch nicht wissend, was als nächstes daherkommt.
Doch ich schließe dieses Kapitel "bloggen zu sollen/müssen", auf Klickzahlen zu schauen. Schön blöd, das weiß ich, doch die präsentieren sich gleich so auf der Bloggerstartseite. ;-)
Ich werde zukünftig meinen Kindern ihre Kleidung gleich anziehen und nicht erst drauf warten, dass die Bilder im Kasten sind (sie könnten sich ja in der Zwischenzeit anpatzen und dann kann ichs nicht mehr für den Blog verwenden - war auch schön blöd, ich weiß schon ).

Und: es hat mir getaugt!
Ich bin schon ein wenig stolz auf mich mir diesen kleinen feinen Blog aufgebaut zu haben.
Ich hab mich sehr gefreut über eure Kommentare und auch über all die sog. stillen Mitleserinnen.
Es war eine gute Zeit und jetzt ist es an der Zeit es gut sein zu lassen...

In meinem heutigen letzten Beitrag zeig ich euch einfach die Sachen, die schon fertig sind. Auch fertig fotografiert und mit Logo versehen.
E voilà: 


Die zweite Ballonmütze Lena für meine Freundin - diesmal aus einer alten Jeans upgecycelt.


Eine Karlchen Knopf für die kleine Bachnixe aus einem dunkelblauen Ganzjahressweat ( der Hauptteil des Stoffes wurde zu einer Jogginghose für den Zauselzauer vernäht).


Eine mini chill@home für den Zauselzauer.
Er fand den Stoff furchtbar - viel zu babyisch - und meinte erst er würde die sicher nicht anziehen.
Als er sie dann probiert hat, wollte er sie anlassen.
Eben dieser chill@home - Effekt! ;-)


Einen zweiten Pinio für die kleine Bachnixe.



Weil der Superduck am liebsten grad nur rote Sachen anzieht.
Eine Karl Knopf aus rotem Sweat.


Eines von zwei Izzy Tops.
Lässiger Schnitt, passt meiner kleinen Tochter gut, schön luftig.
Dazu eine gestreifte Leggings.


Eine - etwas verknitterte - Frau Aiko für meine Mama.
Das Muster des Stoffes ist auf dem Bild leider nicht gut zu sehen. Es sind kleine weiße Blümchen auf hellblau. Ein ganz leichter Stoff.
Meine Mama mag die Bluse sehr gern und ich hab mich recht gefreut, weil sie ihr gut steht!


Und last but definitely not least - eine chill@home für meinen Mann!
Ich hab den Frauenschnitt verwendet und ihn ein wenig verlängert.
Sitzt super und taugt ihm sehr.
Mit Flockfolie hab ich ihm den Auszug eines seiner Lieblingslieder drauf geplottet und dazu passend - ich hoffe die halten auf Dauer - Fussabdrücke aus SnapPap.


Nun denn, 
kurz und knackig,
machts gut, 
es war mir eine Freude für euch zu schreiben,
schön, dass ihr mich begleitet habt.

Alina :-)